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67 Kilometer Welterbe in R(h)einkultur

Blick auf Loreley

Unser Tal ist wild-romantisch

„Was muss das eine Gewalt gewesen sein, was muss eine Zeit dazu gehört haben, ehe nur das Wasser zum Durchbruch gekommen“.  Da hat Goethe Recht!  
Der heutige Rheinlauf entwickelte sich erst in den vergangenen 2,5 Millionen Jahren:  Das bereits durch Verwitterung und Erosion abgetragene Rheinische Massiv, entstanden aus den Ablagerungen eines lange verschwundenen Urmeeres, begann sich durch die Kollision der Afrikanischen und Eurasischen Platte zum Rheinischen Schiefergebirge zu erheben. Der Rhein musste mit enormer Tiefenerosion der tektonischen Hebung Schritt halten, um sich seinen Weg gen Norden weiterhin bahnen zu können -  die Geburtsstunde des Engtals.
Diese Szenerie einer wilden und rauen Landschaft, in der die Felsen schroff, die Hänge steil, der Fluss ungezähmt und den Menschen gegenüber erhaben ist, wurde zum ästhetischen Ideal einer neuen Generation von Dichtern und Denkern, den Rhein-Romanitkern. Clemens Brentano, Achim von Arnim, Lord Byron, Victor Hugo und William Turner o verliehen ihre Rheinbegeisterung in Gedichten, Gesängen und Gemälden Ausdruck. Die Loreley, das wohl berühmteste landschaftliche Markenzeichen des Mittelrheins,  gelang erst dank ihnen zu so großer Berühmtheit, die sie bis heute für sich und die ganze Region erhalten hat.

Marksburg bei Braubach

Unsere Geschichte ist ritterlich

Nirgendwo wachen mehr imposante Burgen, Schlösser und  Ruinen auf schroffem Fels als im Oberen Mittelrheintal.  Sie bezeugen offenkundig die historische Bedeutung des Rheintals als Handelsweg zwischen Nord und Süd. Durch das Nadelöhr des Oberen Mittelrheins mussten sie alle, die Händler und Kaufleute, Könige, Kaiser und Kirchenherren. So baute sich jeder Territorialfürst seine eigene Dependance am Rhein, um seinen Anteil an den vorbeiziehenden Schätzen einzufordern und sich gegen seine kriegerischen Nachbarn abzusichern. Strategisch klug thronen Burgen und Schlösser als wohl beeindruckendste  Zeugnisse der mittelalterlichen Macht wie Kronen auf den Felsvorsprüngen der Mittelterrassen des Rheins.
Gleichzeitig entwickelten sich im Mittelalter auch bedeutende Ortschaften wie Bacharach, Kaub,  Oberwesel oder Braubach. Wie Perlen an einer Schnur entlang des großen Rheins spiegeln sie noch heute in ihrer Gestalt den einstigen Glanz und Reichtum wider: malerische Markplätze, prächtige Rathäuser, herausragende Kirchen, rauschende Brunnen und Fachwerkarchitektur in den mittelalterlichen Altstädt(ch)en verleihen jedem einzelnen großen und kleinen Ort einen besonderen Charme. Hoch auf den Schultern des Rheins liegen kleine einladende Orte, romantisch versteckt in einem der vielen Seitentäler des Rheins oder an den Ausläufern von Hunsrück und Taunus. Ein grandioser Blick ins Tal und auf die Burgen ist nicht ausgeschlossen!

Obstwiese bei Kamp-Bornhofen

Unsere Natur ist voller Juwelen

Rund ein Drittel aller in Deutschland nachgewiesenen Tier und Pflanzenarten haben sich im Oberen Mittelrheintal angesiedelt. In dieser Artenvielfalt finden sich zahlreiche zoologische Kostbarkeiten! Denn das Obere Mittelrheintal ist durch seine besondere Topografie mit bewachsenen oder blanken Steilhängen, Hochplateaus,  Schatten- und Sonnenhängen, die jeweils ihre eigene Kleinklimate haben,  ein idealer Nischengeber für Flora und Fauna.
Selbst Wärme liebende Tiere und Pflanzen, die man sonst im Mittelmeergebiet oder aus den Steppen Südosteuropas kennt, fühlen sich hier zu Hause. So verwundert es kaum, dass man auf der Dörscheider Heide etwa den „Schwarzen Bären“ oder den „Segelfalter“  und weitere rund 600 verschiedene Schmetterlingsarten zählen kann – nahezu einzigartig in Europa!
Einzigartig ist auch die Iberis Boppardensis, ein hellrosarotes bis blassweißes Kreuzblütengewächs, das sich als ausschließliche Heimat den Bopparder Hamm ausgesucht hat, wohl nicht nur des grandiosen Ausblicks wegen!
Fast im kompletten Oberen Mittelrheintal dagegen können wir die Westliche Smaragdeidechse finden. Zumindest dort, wo halboffene Felsgebüsche in der Steillage und Bruchsteinmauern einen sonnigen Liegestuhl für sie ausbreiten.  Die Smaragdeidechse ist die größte, schönste und gleichzeitig seltenste Eidechse unserer Region. 

Unser Wein ist der Riesling

Klein, aber fein! Das Welterbe Oberes Mittelrheintal vereint mit nur rund 500 Hektar Rebfläche gleich vier Weinbaugebiete: im Süden  kleine Anteile Rheinhessens,  der Nahe und dem Rheingau, an die sich das Weinbaugebiet Mittelrhein anschließt und im Norden sogar bis kurz vor Bonn reicht.
Unsere Weine wachsen fast immer in schwindelerregenden Steillagen auf mineralreichem Rheinschiefer.  Rund 70 Prozent der Weinlagen am Mittelrhein tragen Rieslingreben. Dem Star unter den deutschen Rebsorten gefällt es gut an den sonnenverwöhnten Schieferhängen! Hier findet er ideale Bedingungen für ein besonderes Terroir, seine ureigene Visitenkarte. Alle Mittelhrein-Rieslinge haben eins gemeinsam: hervorragende Weine mit viel Körper, spritziger Säure und feinem Bukett!
Weinbau ist seit Jahrhunderten eine wichtige Erwerbsgrundlage der Mittelrheiner  und das prägende Landschaftselement am Mittelrhein. Die Weingüter am Mittelrhein sind zumeist seit Jahrhunderten in Familienbesitz. Die Arbeit in den Steillagen fordert von den Winzern sehr viel Liebe zum Wein und zur Region, ist die Arbeit in den Steil- und Steilstlagen mit bis zu über 60 Prozent Steigung gerade (aber nicht nur) in den Sommermonaten sehr schweißtreibend.
Dank der vielen fleißigen Winzerhände genießen wir nicht nur außergewöhnlich guten Riesling, sondern auch die Schönheit unserer Region im Weinglas!

Loreley

Unsere Kulturlandschaft ist multikulti und doch ganz Mittelrhein

Erhabene Naturlandschaft und facettenreiche Kulturlandschaft, das sind die Gesichter des Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Durch seine geographisch-strategische Lage in Europa haben viele Kulturen und Völker durch alle Epochen hinweg am Mittelrhein ihre Fußspuren hinterlassen.
Noch heute finden sich keltische Spuren zum Beispiel in den Orts- und Flurnamen des Mittelrheintals.
Die Römer brachten ihre Kultur und vor allem den Wein, der terrassiert an den steilen Hängen angebaut wird, an den Mittelrhein und haben so den Grundstein für unsere einzigartige Kulturlandschaft  gelegt.  
Im Mittelalter war die Region eine der blühenden Kernlandschaften des Heiligen Römischen Reiches, was die zahlreichen Burgen,  Ruinen, Marktplätze, Fachwerkhäuser und Kirchen als steinerne Zeugen vergangener Zeiten belegen.
Die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts machten das Obere Mittelrheintal zum zentralen Schauplatz für das Ringen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich um die Herrschaft am Rhein. Diese reiche Geschichte ist in zahllosen Denkmälern noch heute zu erleben. Der „deutsche“ Rhein wurde zum Symbol nationaler Einheit und Größe. Etwa am Deutschen Eck, wo Kaiser Wilhelm stolz über sein geeintes Reich blickt.
Später waren es die Dichter und Denker der Rheinromantik sowie des Vormärz, die das Tal der Loreley  zur Kommandozentrale der schöpferischen und revolutionären Geister Deutschlands und Europas ausriefen. Kein Wunder also, dass hier am Mittelrhein, besser gesagt in Oberwesel, das „Lied der Deutschen“ zum ersten Mal erklang. Von keinem anderen angestimmt als von Hoffmann  von Fallersleben selbst! 

Erleben auch Sie die Faszination Welterbe Oberes Mittelrheintal

Unsere reiche Natur- und Kulturlandschaft ist in ihrer Vielfalt und Schönheit einzigartig.  Daher entschied die UNESCO im Jahr  2002, das Obere Mittelrheintal zu den schützenswerten Schätzen der Menschheit zu ernennen, zum Welterbe Oberes Mittelrheintal. Dieses Erbe tragen wir mit großem Stolz und möchten es mit Ihnen teilen!
> Unsere Prädikatswanderwege „RheinSteig“ und „RheinBurgenWeg“ führen Sie zu den berauschendsten Ausblicken und den romantischsten Fernblicken im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Vorbei an zahlreichen stolzen Burgen, steilen Weinbergen, stillen Wäldern und schroffen Felsen – ein Naturerlebnis der Extraklasse.
> Wenn Sie das Welterbe Oberes Mittelrheintal unter fachkundiger Anleitung entdecken möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Welterbe-Gästeführer. In Ihrem Programm „Dem Erbe auf der Spur – unterwegs am Mittelrhein“  stellen sie Ihnen die Besonderheiten unserer Region vor.
> Für alle, die das Abenteuer lieben! Unsere drei Klettersteige versprechen einen Adrenalinschub: Der Oelsbergsteig bei Oberwesel, der Mittelrheinklettersteig bei Boppard oder der Rabenacksteig bei St. Goarshausen locken mit ihrem alpinen Charakter nur die schwindelfreien Wanderer!
> Wer lieber gemütlich in die Pedale tritt, kann auf  dem  Rheinradweg die zahlreichen Natur- und Kulturschätze ansteuern. „Ufer-Hopping“ per Schiff und Fähre lässt sie schnell die Seiten wechseln.
> Die weißen Flotten bieten Ihnen ein ganz besonderes Landschaftserlebnis: Sanft und wie ein Gemälde ziehen die Ansichten von Burgen, Weinbergsterrassen und historischen Ortschaften an dem Auge des Betrachters vorbei und laden beim Landgang zur Entdeckung ein.
>Wenn Sie auf Ihrem Trip durch das Welterbe Oberes Mittelrheintal liebevoll bekocht, herzlich betreut, sanft gebettet und rund um gut informiert sein wollen,  dann sind Sie hier, bei den Welterbe-Gastgebern, genau richtig! Unsere Küchen und Keller sind voller Köstlichkeiten, die das Rheintal und seine Höhen dem Genießer schenken. So schmeckt die Region!

> Mehr Informationen rund ums Welterbe Oberes Mittelrheintal finden Sie im Welterbe-Atlas. Umfassend und kompakt zugleich ist er der unverzichtbare Begleiter für Ihren Trip ins Welterbe Oberes Mittelrheintal.
> Schauen Sie auch in unser informatives Internetportal  www.welterbe-mittelrhein.de !  Hier finden Sie alle offiziellen Seiten zum Welterbe Oberes Mittelrheintal und  können mit der  innovativen Navigation vorab auf eine virtuelle Rheinreise gehen.

Wir wünchen Ihnen viel Freude und eine gute Zeit im Mittelrheintal!